AH00.19-P-1000-07A Hinweise zum Weichlöten Typ 124, 126, 129, 140, 163, 164, 168, 169, 170, 171, 199, 202, 203, 204, 208, 209, 210, 211, 215, 216, 219, 220, 221, 230, 240, 245, 251, 414, 461, 463

Allgemeines
Weichlöten ist ein Verfahren zur Herstellung einer unlösbaren Verbindung von zwei oder mehreren Metallteilen unter Verwendung von Zusatzmetallen (z. B. Lötzinn). Die Schmelztemperatur des Lots liegt unterhalb der Schmelztemperatur der zu verbindenden Metalle und ist niedriger als 450 °C.
Die Verbindung entsteht durch feste Benetzung des Lots an den Fügestellen, ohne die zu verbindenden Teile zu schmelzen.
Der Verbindungsvorgang wird unterstützt durch Verwendung eines Flussmittels, welches auf den zu verbindenden Teilen Oberflächenoxide auflöst, Oberflächenfilme (z. B. Fette) beseitigt und verhindert.





  Weichlötwerkstoffe
Die Legierung (überwiegend Blei und Zinn) des Lots bestimmt dessen Schmelzpunkt und damit die Arbeitstemperatur beim Weichlötvorgang. Zusätze verändern die Eigenschaften. Silberanteile verbessern z. B. die Oberfläche und die Verbindungseigenschaften.
Die Kennzeichnung der Weichlote erfolgt nach DIN 1707.
Beispiel:
L-Sn60PbCu2.
Dieses Lot besteht aus 60 % Zinn (Sn 60), max. 2 % Kupfer
(Cu 2), der Rest aus Blei (Pb).
Der Schmelzbereich liegt bei 183 °C bis 190 °C.

Im Elektrik/Elektronik-Bereich von Kraftfahrzeugen ist die Verwendung von Schnellloten mit einem Schmelzpunktbereich von ca. 180 °C bis 200 °C vorgesehen. Diese Lote liegen in Drahtform vor. In ihrer hohlen Mitte sind Flussmittel aus in Alkohol gelösten Harzen (z. B. Kolophonium) enthalten.

Lötgerät
Geeignet für die von DaimlerChrysler vorgesehenen Reparaturen sind Lötgeräte, deren Lötspitzen eine Temperatur von 250 °C bis 300 °C erreichen. Anzustreben ist der Einsatz von temperaturgeregelten Automatikgeräten (z. B. Lötstationen).

Vorbereitung allgemein
Geeignete Arbeitskleidung benutzen.
Schutzbrille benutzen.
Evtl. vorhandene Lötrauchabsaugung, Belüftung nutzen.
Spannvorrichtungen und Ablagemöglichkeit sicherstellen.
Lötspitzen mit kleinem, nassem Schwamm säubern.
Umliegenden Arbeitsbereich gegen Hitzeschäden schützen.
  Voraussetzungen für das Löten
Lötstellen müssen sauber, fett- und oxidfrei sein.